Mittwoch, 2. April 2008

Donath statt Hirn

Klaus-Helge Donath, ein Veteran des Russlandhetz-Geschäfts, hing heute mit seinem Kommentar "Eine Niederlage für die Russlandversteher" lange ganz oben bei Spiegel Online. Seine Artikel glänzen zwar sonst auch nicht durch besondere Logik und Weisheit, doch dieses Mal hat er auch das Niveau eines Homer Simpson unterboten. Der analytische Wert ist gleich Null, die Denkmuster aus den Fingern gesaugt und die Beweise lassen auf sich warten. Thema heute: der Nato-Gipfel in Bucharest und die Verschiebung der Einladung für die Ukraine und Georgien. Darin geißelt er neben gewöhnlichen verächtlichen Russland-Sprüchen vor allem den Außenminister Steinmeier, der russische Besorgnisse seiner Meinung nach zu ernst nimmt, weil er "russischen Erpressungen erlegen" ist. Russland soll, wenn man Donath richtig interpretiert, immer weiter eingekreist und mißachtet werden.

Nimmt man die einzelnen Aussagen, so überraschen sie durch geistige Tieffliegerei. Nur auf Walter Steinmeier kann sich der scheidende Kremlchef als zusätzlichen Verbündeten noch stützen. Ups, da hat Donut wohl übersehen, dass auch Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande die Ukraine und Georgien nicht in der NATO haben wollen. Recherchefehler oder bewusste Manipulation? Putins außenpolitische Bilanz seit Amtsübernahme 2000 sieht eher bescheiden aus. Mit 11 von 17 Anrainerstaaten unterhält Russland gespannte Beziehungen. Abgesehen davon, dass ich bei Anrainerstaaten beim besten Willen nicht auf die Zahl 17 komme, komme ich bei gespannten Beziehungen bestenfalls auf 6: drei baltische Staaten, Polen, Ukraine und Georgien. Da war wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Außerdem ist erfolgreiche Politik wohl nicht dadurch gekennzeichnet, wie vielen drum herum man gefällt, sondern dadurch, wie effektiv man seine Interessen und seine Prinzipien durchsetzt. Wenn Russland bei den baltischen SS-Huldigern im Staatsapparat oder den ukrainischen Nationalisten beliebt wäre, müsste man sich um so ein Russland große Sorgen machen. Das erklärt, warum Georgien und die Ukraine Annäherung an den Westen und Sicherheitsgarantien suchen. In der Ukraine wünschen sich laut Umfragen gerade mal 19% der Bevölkerung den Beitritt zur Nato, was Donut gern auslässt. Die Regierung kocht dabei ihr eigenes listiges Süppchen. Doch das zeigt allemal, wie daneben unser "Experte" mit seinen Argumentationsketten liegt. Die bunten Revolutionen in Georgien (2003) und in der Ukraine (2004) fügten schließlich noch die Gewissheit hinzu, dass auch das autoritäre Herrschaftsmodell, wofür der Kreml unter Putin wieder steht, bei den Nachbarn als Auslaufmodell gehandelt wird. Peinlich, peinlich, die Demagogie. Ausgerechnet ein Georgien, in dem Zehntausende von Demonstranten niedergeknüppelt werden, wo Präsidentschaftskandidaten unter mysteriösen Umständen sterben und Medien gegängelt werden, ist natürlich ein tolles Beispiel für anti-autoritäre Tendenzen (hier mal ein Bericht von Amnesty International). Oder aber die zutiefst gespaltene Ukraine. Überdies fürchtet der Kreml, die Nato könnte über kurz oder lang als politisches Bündnis die Rolle der Vereinten Nationen ersetzen. Jetzt bliebe nur noch zu klären, was an dieser Position des Kremls illegitim ist. Die UNO ist im Gegensatz zur Nato eine allseits legitimierte globale Vertretung, während die Nato ein enger Club "fetter Kater" ist, der sich zur letzten Instanz in der Geopolitik aufschwingen will. In Bukarest werden die Nato-Anwärter wohl erst einmal vertröstet werden. Moskau darf dies als Sieg verbuchen. Für Nato, EU und den Westen kommt dies einer Niederlage gleich. Also was jetzt? Gerade eben war es noch eine Niederlage der Russland-Versteher. Der Donut hat wohl selbst keinen Überblick mehr über seinen chaotischen Artikel. Nachgeben, Kompromisssuche sind im russischen Verständnis eher Zeichen von Schwäche und Ausdruck europäischer Dekadenz. Sowas weckt bei mir irgendwie Assoziationen mit Goebbels und der Nazi-Ideologie, dass "der russische Untermensch nur die Sprache der Stärke versteht". Moskau spürt Gegenwind aus Washington und London, dem es auf Dauer nicht gewachsen ist. Die undemokratische Nachfolgeregelung im Kreml ist dort nicht einfach ad acta gelegt worden. Ich bitte Sie, Herr Donut. Was Washington und London denken, hat Null Einfluss auf Russland und kümmert die Menschen dort mittlerweile recht wenig. Die Machthebel der Angelsachsen in Russland wurden beschnitten. Auch Russland hat heute kaum Einfluss auf Vorgänge wie z.B. den Aufbau der Raketenabwehr. Aber auch ein russisches "Wohlverhalten" ändert an langfristigen Digger-Strategien der Angelsachsen gar nichts, wie die Neunziger gezeigt haben. Insofern braucht sich Russland heute zumindest nicht einschränken. Vielleicht hält der Donut auch seine eigenen Artikel als ernsten "Gegenwind" für Moskau? Hinter den Kreml-Mauern herrscht Hochstimmung, dort freut man sich über die gutgläubige Appeasement-Politik Walter Steinmeiers, des Russlandverstehers. Das bedeutet aber nicht, dass man ihn und Berlin auch achtet. Ich liebe diese Floskeln, erst recht wenn sich der Autor nicht die Mühe macht, auch nur ein Beispiel zu nennen, worin Russland Deutschland "nicht achtet". Russische Bürokraten, Politiker und Geschäftsleute, die einen diplomatischen Feldzug gegen London führen, erhalten nur noch kurzfristige Visa. Das zeigt Wirkung bei der russischen Elite. Selten so gelacht. Man könnte denken, ein britisches Visum wäre für jeden Russen der ultimative Traum. Arroganz wie eh und je. Die unappetitliche Melange aus historischer Scham wegen deutscher Kriegsverbrechen und aus Prinzipienlosigkeit der deutschen Wirtschaft, die im Namen des Profits die autoritär mafiösen Entwicklungen gerne übersieht, stärkt nicht das deutsche Ansehen in Moskau. Hiermit wird eindeutig der Tiefpunkt erreicht. Ob Donut dazu aufruft, die deutschen Kriegsverbrechen zu ignorieren oder ob er tatsächlich meint, die Deutschen seien die einzigen, die Geschäfte mit Russland machen, er muss sich in jedem Fall Zynismus und Realitätsverlust vorwerfen lassen. Die "prinzipientreuen" Briten investierten in Russland 2007 übrigens weitaus mehr, als die Deutschen. Ein Donut braucht aber all diese unapettitlichen Nebensachen nicht zu berücksichtigen.

Soweit ein kleiner Ausflug in die tägliche Hetzpraxis der führenden Medien...

Kommentare:

Mike hat gesagt…

...Moskauer Weigerung, an der Aufklärung des Verbrechens...

Ich finde dieser Teil ist der Höhepunkt des Spiegel-Artikels!!

der unbequeme hat gesagt…

Moskau weigert sich nicht, sondern wartet auf stichhaltige Beweise. Da kommt außer heißer Luft bisher wenig an. Außerdem macht Moskau klar, wo die verfassungsmäßige Rahmen liegt: die Auslieferung eines russischen Staatsbürgers ist nicht möglich. Ist das alles, was Sie zu sagen haben?

Anonym hat gesagt…

" In der Ukraine wünschen sich laut Umfragen gerade mal 19% der Bevölkerung den Beitritt zur Nato, was Donut gern auslässt. Die Regierung kocht dabei ihr eigenes listiges Süppchen. Doch das zeigt allemal, wie daneben unser "Experte" mit seinen Argumentationsketten liegt."

Es tud mir leid, aber Sie beklagen sich über mediale Hetze gegen russland bedienen dich aber ihrerseits genau der selben Mittel um ihre Gegner (der Westen im allgemeinen) zu diffamieren.

Bei obigem Satz Ihrerseits, bemerke ich, dass Sie gerne Behauptungen in den Raum stellen ohne zu schreiben woher sie diese Erkenntnisse beziehen/ abgeleitet habe (Bsp. die Umfrage mit den angeblichen 19%). Man kann vieles behaupten und suggerieren.

Anonym hat gesagt…

"Auch für Zweifel an der Beitrittsreife Georgiens und der Ukraine gibt es gute Gründe. In der Ukraine sind nach Umfragen nur 26 Prozent der Bürger für einen Nato-Beitritt. Die Mehrheit der Ukrainer möchte mit dem Bündnis, das mit dem Kalten Krieg assoziiert wird, nichts zu tun haben und lieber an der Freundschaft zu Russland festhalten. Der Streit über die Nato-Perspektive führte sogar zu einer wochenlangen Blockade des Parlaments in Kiew."

http://www.handelsblatt.com/News/Politik/International/_pv/doc_page/2/_p/200051/_t/ft/_b/1410848/default.aspx/risse-im-buendnis.html

Ich denke das Handelsblatt wird nicht unter der Kontrolle vom "Kremelchef" stehen.

Neja und selbst der Spiegel....

"Unterschiedlichen Umfragen zufolge befürworten je nach Fragestellung gerade 20 bis 45 Prozent der Ukrainer einen Beitritt zur Nato. Und so erscheint die Drohung der Opposition um Wiktor Janukowitsch, seiner Partei der Regionen und der Kommunisten, Massenproteste gegen die Regierung organisieren zu wollen, diesmal alles andere als substanzlos."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,544080,00.html

der unbequeme hat gesagt…

@ anonym von 08:24

Das liegt daran, dass wenn ich etwas schreibe, ich von einem etwas vorgebildeten Leserkreis ausgehe, zu dem Sie offensichtlich nicht gehören.

Die Zahlen schwanken, die Zahl 19% habe ich irgendwann vor kurzem beim ukrainischen Razumkov-Zentrum gelesen. Es gibt unterschiedliche Umfragen und leicht abweichende Ergebnisse.

Hier sind noch ein Paar Quellen:

Less than 20% of respondents are in support of Ukraine joining NATO, with 57% opposed

http://ukraineanalysis.wordpress.com/2007/07/25/ukrainians-shun-nato-support-ties-with-russia/


A recent poll showed only 25% of Ukrainians support joining NATO.

http://www.usatoday.com/news/world/2008-04-01-nato_N.htm

Anonym hat gesagt…

"...ich von einem etwas vorgebildeten Leserkreis ausgehe, zu dem Sie offensichtlich nicht gehören...."

Fühlen Sie sich in die Enge getrieben oder warum haben sie solche persönlichen Entgleisungen nötig?

mike hat gesagt…

Ich glaube Sie haben mich falsch verstanden!
Mit Höhepunkt meinte ich, den Höhepunkt der Russlandhetze!

Denn es ist eine freche Lüge zu behaupten, Russland hätte sich geweigert an der Aufklärung mit zu helfen.

Anonym hat gesagt…

Nun, auch Donuts schreiben manchmal Bücher und da kann ein so hetzender Artikel in einem billigen Boulevardmedium duchaus für besseren Absatz sorgen. Falls das nicht ausreicht, ist sicherlich eine pseudounabhängige NGO bereit solch "investigative" Journalisten finanziell zu unterstützen.

Anonym hat gesagt…

tötet die Nazis!

der unbequeme hat gesagt…

@ mike

sorry, ich habe Dich falsch verstanden. Danke für die Erklärung!

Anonym hat gesagt…

wie fühlt man sich als Exil-Russe, der zwar alle Annehmlichkeiten seines Gastlandes genießt, hier sein Geld verdient, die Infrastruktur selbstverständlich in Anspruch nimmt und trotzdem innerlich seinen Gastgeber verachtet und hasst?

Ist das nicht traurig?

Warum gehen sie denn nicht in ihr schönes Land zurück, dort gefällt es ihnen doch bestimmt besser?

Anonym hat gesagt…

So pauschal lässt sich das nicht sagen. Im russland der 90er hatten die einfachen Russen doch nichts. Löhne wurden monatelang nicht gezahlt, die Höhe der Gehälter war allein nicht genug zum Leben und zuviel zum sterben. Das Millionen Russen da woanders ihr Glück suchen ist doch dann nachvollziehbar - würden wir wohl auch so machen.

Warum trotzdem so ein allgemeiner Hass auf die Deutschen vorhanden ist, ist da schon ein andere Problem.

Anonym hat gesagt…

Kritik an Leuten zu üben, die bewusst Tatsachen verdrehen, heißt nicht automatisch Deutschland zu hassen!
Und was soll das überhaupt mit diesem "wenns dir nicht passt, dann hau doch ab"? Würden Sie jeden der ihnen "unbequem" ist, außer Landes sehen wollen? (Diese Einstellung gegenüber Andersdenkenden wirft man doch grade Putin vor)
Ich denke der Unbequeme bezahlt genauso Steuern wie Sie oder Ich und die Meinungsfreiheit gilt für ihn genauso wie für die Spiegel Reporter.

Anonym hat gesagt…

Aber: wenn der unbequeme diese Misstände anprangert (es sei ihm natürlich gewährt - freies Land)
dann ist es in Ordnung wenn er sich derselben verlogenen Mittel bedient wie es die Spiegelreporter seiner Meinung nach tun?
a la der Zweck heiligt die Mittel?

Anonym hat gesagt…

So wie ich das sehe, ist das Ziel des Unbequemen, die manipulative Art des Spiegel zu entlarven und daraus macht er keinen Hehl. Wenn dabei die Mittel der Ironie und der Satire benutzt werden, so soll jeder selbst entscheiden, ob er dies für angebracht hält. Tatsache ist jedoch, dass der Spiegel bewusst Tatsachen verdreht oder auslässt und damit ganz klar manipulativ auf die Menschen einwirkt und das nicht nur bei dem Thema Russland.

der unbequeme hat gesagt…

@ anonymer Kritiker

ich weiß nicht, woher Sie Ihre Überzeugung nehmen, ich würde Deutschland hassen. Ich habe immer nur ausgewählte Aspekte kritisiert, die meiner Meinung nach nicht richtig sind. Sie haben mir bisher weder nachweisen können, wo ich Deutschland pauschal verurteile, noch wo ich mich "verlogener Mittel" bediene. Außer einem wachsweichem abstrakten Geblubbere hört man von Ihnen gar nichts (wenn Sie wirklich der Anonym sind, der hier ständig auftaucht und darauf wert legt, nicht identifiziert zu werden).

Anonym hat gesagt…

ähh...wachsweich? Ist das so eine Redensart in russisch? Wieso Wachs?

egal, etwas verwirrt gehe ich zur nächsten Anmerkung über: Deine gesamten Beiträge quellen über voller Hass, Russischem Größenwahn und zweifelhaften Ankündigungen von schwerwiegenden Konsequenzen sollte irgendetwas nicht gmeacht werden, was Moskau (angeblich) will. Außer Gegenhass und Widerstand erreicht man mit diesem latenten Aggressionen gar nichts. Du wirst es sehen.

Ich sehe übrigens einfach keine Nortwendigkeit mich wegen Ihnen
hier anzumelden, oder wie soll ich meine Identität offen legen? Was weiß ich denn schließlich von Ihnen außer ihrem Nickname?

Gruß Anonymus

der unbequeme hat gesagt…

Sie könnten zumindest mit einem wiedererkennbaren Nick unterschreiben. So schwer ist das nicht zum Draufkommen. Welche Konsequenzen, welcher Größenwahn? Schon wieder Anschuldigungen ohne geringste konrete Belege. Die meisten Reaktionen der Leser auf meine medienkritischen Beiträge sind übrigens positiv, was Ihre Behauptung, dass ich "außer Gegenhass und Widerstand nichts erreiche" auch wieder Lügen straft. Ich werde nicht mehr auf Ihren unseriösen Spam eingehen.

Andreas hat gesagt…

Ach übrigens....

72% der Deutschen sind auch gegen eine Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO. Aber uns wird man wohl nie fragen...

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6694/1165556/ard_das_erste/rss

der unbequeme hat gesagt…

@ Andreas

Danke für die Info!
Davon handelt auch mein Beitrag über die westlichen "Diktaturen auf Zeit", die die Mehrheitsmeinung oft genug übergehen. Die deutsche Öffentlichkeit ist wesentlich klüger, als die amerikanische. Sie sieht die NATO nicht als ein zur Expansion bestimmtes Werkzeug der "Unsrigen" gegen die anderen und ist weniger dem Blockdenken erlegen. Die NATO macht wenig Sinn als ein solcher Block. Die wahren Herausforderungen für die Sicherheit der heutigen Zeit liegen ganz woanders und heißen Nichtvebreitung und Terrorismus. Beides ist ohne Russland kaum effektiv und umfassend anzugehen, man denke auch an Afghanistan. Warum also in dieser Lage das Vertrauensklima unterminieren und undemokratische Schritte unternehmen, die keinen Mehrwert für die Sicherheit schaffen? Man stelle sich vor, wie viel entspannter das Ost-West-Verhältnis sein könnte, würden bestimmte Kräfte in der NATO auf ihre Expansionspläne verzichten.

Do_Son hat gesagt…

Auf den Vorwurf der Hassdurchzogenheit möchte ich nicht weiter eingehen, ich denke das ist unnötig.
Was mich um einiges mehr echauffiert hat ist folgendes:

ähh...wachsweich? Ist das so eine Redensart in russisch? Wieso Wachs?

Meine Güte das ist ja so dermaßen daneben!
Mal davon abgesehen, daß es sich bei der relativ freien Kontamination von Worten um eine wundervolle Eigenschaft der deutschen Sprache handelt, ist das Schöpfen von Worten, Metaphern und Bilder eine ganz gewöhnliche Art dem Gesagten mehr Ausdruck zu verleihen.
Außerdem würde ich empfehlen, keine Fehler in Sprachstil kritisierende Sätze einzubauen:
Eine Redensart des Russischen!
Wieder ein Muttersprachler der dem Genitiv nicht gewachsen ist...

Anonym hat gesagt…

netter Versuch Herr unbequem, einfach mal ein neues Blögchen einrichten, und so tun also ob sie eine Armee hinter sich haben.

ach, das ist langweilig. Kommen Sie, das durchschaut man doch ohne weiteres.

Soll ich bitte den netten Polen-Beitrag vom letzten Jahr zitieren? Kein Hass..., dass ich nicht lache.

Anonym hat gesagt…

ANONYMschrieb: wie fühlt man sich als Exil-Russe, der zwar alle Annehmlichkeiten seines Gastlandes genießt, hier sein Geld verdient, die Infrastruktur selbstverständlich in Anspruch nimmt und trotzdem innerlich seinen Gastgeber verachtet und hasst?

Ist das nicht traurig?

Warum gehen sie denn nicht in ihr schönes Land zurück, dort gefällt es ihnen doch bestimmt besser?


Meine Antwort: du würdest doch bestimmt gern ein paar Russen erhängen? Und nachts träumst du, wie du in deiner Gaskammer die Russen vergast. DAS ist traurig und nicht die beschissene 2-spurige Infrastruktur, von der du sprichst.

Anonym hat gesagt…

Ich muß schon sagen, ich finde die Polemik gegen den "Unbequemen" hier ziemlich widerlich.

1) Er ist ein Russe (woher wissen Sie das?), darum ist seine Kritik illegitim. Russen die hier wohnen, haben das Maul zu halten.

2) Wer Amerika, die Nato, die EU, die Bundesregierung kritisiert, hasst Deutschland. Dummes Zeug. Ich würde eher sagen,wer Deutschland liebt, übt berechtigte Kritik an diesen Institutionen.

3) Wer nicht in die angelsächsische Propaganda gegen Rußland einstimmt, steht im Solde Moskaus. Blödsinn. Ich behaupte auch nicht, daß alle, die die US Propaganda nachplappern, von der CIA bezahlt werden.

Einige haben hier schon zu recht angemerkt, daß genau diejenigen, die Putin wegen mangelnder Pressefreiheit kritisieren, diese Freiheit des Wortes nicht auf pro-russische Stellungnahmen ausdehen wollen. Wer nicht für die Nato ist, soll gefälligst abhauen. Sehr demokratisch. Das ist genau das Problem der Rußland-Kritiker. Die "Doppelten Standards" wie es die Russen nennen. Eine Moral für uns, eine andere für Rußland. So werden wir auf Rußland keinen Enfluß ausüben können.

Jetzt muß ich aber auch noch was an die Adresse des Unbequemen loswerden. Ich finde das, was Sie machen, sehr gut und richtig. Aber ihre doch ziemlich aggressive Sprache wird vielleicht einige Besucher dieses Bolgs abschrecken, die zu den Unentschiedenen gehören. Wenn sich Invektiven wie "geistiger Tiefflieger" etc. häufen, hat der neutrale Leser das Gefühl, das schreibt einer mit Schaum vor'm Mund. Und das schadet der Sache nur. Nichts für ungut.

Sorge

Beelzebub2063 hat gesagt…

Zum Thema "hau doch ab wenn's dir hier nicht gefällt".
Ich wurde in Altai als Nachkomme der Wolga-Deutschen geboren.95 entschieden sich meine Eltern(und die ganze Verwandschaft mit dazu)in die historische Heimat zurückzukehren,da war ich 13.Deswegen FÜHLE ich mich nicht als deutscher aber ein Russe bin auch nicht!In meiner Zeit beim Bund wurde ich oft gefragt was ich in einem Kriegsfall zwischen Russland/Deutschland machen würde...ICH WEISS ES NICHT.Ich mag eine menge sachen hierzulande nicht aber solche dinge die ich nicht mag gab es auch in Russland.Aber ich mag die Menschen hier,genauso wie die Menschen mit dehen ich in Russland aufgewachsen bin,ausserdem ist meine ganze Familie hier.Wie (finaziel gesehen)und vorallem zu wem sollte ich zurückkehren?Heimat ist da wo man willkomen ist...