Freitag, 24. Februar 2012

Kalte Dusche für Putins Möchtegern-Totengräber

Da bemühten sich die deutschen Mainstream-Medien so redlich, das Bild eines untergehenden Autokraten zu zeichnen und ihrer Leser- und Zuschauerschaft einen "russischen Frühling" vorzugaukeln. Und nun muss man zähneknirschend eingestehen: Putins Popularität liegt laut Umfragen auf einem Niveau, auf dem sie das ganze letzte Jahrzehnt lag - bei etwa 60 Prozent oder höher. Das unabhängige, sogar eher der Opposition zugeneigte, Meinungsforschungsinstitut Levada-Zentrum gab bekannt, dass ca. 66% der Befragten bei der kommenden Wahl für Putin stimmen wollen.

Die beiden staatlichen Meinungsforschungsinstitute VCIOM und FOM waren etwas bescheidener und sahen Putin bei "nur" 59 Prozent. So oder so würde Putin bereits im ersten Wahlgang nach allen demokratischen Regeln die Wahl gewinnen.

Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf, werden in den deutschen Medien noch reflexartig "Erklärungen" bemüht: Menschen werden zu Pro-Putin-Demos "herangekarrt"; sie erhalten "Drohungen"; die "Gebildeten" seien ohnehin "alle" gegen Putin; die Wahlen würden wieder "manipuliert" werden; Putin werde zu oft im Fernsehen gezeigt. So versucht man, die hierzulande unliebsame Position der meisten Menschen zu diskreditieren und sie als eine willenlose Schafherde darzustellen. Angesichts der eindeutigen Pro-Putin-Verhältnisse wird dieses Unterfangen aber immer schwieriger, denn für selbstständig denkende Deutsche sind solche "Gründe" natürlich nicht ausreichend. Dementsprechend dürfen wir uns demnächst auf eine immer lustlosere und ausweichendere Russland-Berichterstattung einstellen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Unsere Berichtserstattung kann man ganz leicht mit einem Wort beschreiben: Bullshitpropaganda. Es stimmt einfach GAR aber auch GARNICHTS von dem was die uns hier erzählen. Man sieht regelrecht wie sonst so renomierte Zeitungen sich mit riesen großen Schritten richtung Blödzeitung vom Niveau her bewegen.
Ich kann nur empfehlen, vorausgesetzt man kann etwas russisch, das Telefon in die Hand zu nehmen und irgendeine Nummer in Rußland zu wählen und Denjenigen der da dran geht einfach mal zu fragen was er über den Putin sagen kann. Ich habs gemacht, mehrmals. Man bekommt einstimmig die Antwort: der Putin mag kein Zuckerschlecken sein, aber er ist Patriot und man vertraut ihm. Alle anderen werden vom Volk entweder als Vollidioten oder als gekaufte Ami-Schakale aufgenomen. Was ich damit sagen will, das Russische Volk vertraut ihm und das sollten wir respektieren.

Anonym hat gesagt…

Beerdigt ist der Journalismus in Deutschland, seit Jahren.