Sonntag, 4. März 2012

Souveräner Wahlsieg entblößt mediale Lächerlichkeit

Der souveräne Wahlsieg von Vladimir Putin mit knapp 64% der Stimmen muss wohl jemandem, der in den letzten Wochen und Monaten ausschließlich der Berichterstattung führender westlicher Medien vertraute, ziemlich überraschend vorkommen. Wie sehr bemühten sich diese, mit Titeln wie "Zarendämmerung" oder "Der entzauberte Zar" einen Eindruck zu erwecken, den "Despoten" Putin kann man demnächst schon abschreiben.

Und nun: 64%. Die Unterstützung ist noch genauso da, wie zu den vermeintlich längst vergangenen "besten Zeiten".

Leider vergaßen die vom Wunschdenken beflügelten Propagandisten zu erwähnen, dass es sich bei der Protestbewegung um eine hyperaktive, aber nicht repräsentative Minderheit handelt. Zudem fanden nach den ersten Protesten zwei Entwicklungen statt: Menschen, die einfach nur ihre Bedenken über die Ehrlichkeit der Parlamentswahlen im Dezember äußern wollten, entfernten sich schnell wieder von der Bewegung, nachdem sie erkannt haben, wer sie für sich auszunutzen versucht: "orangene" Berufsrevolutionäre und ultra-liberale politische Verlierer aus dem ehemaligen Jelzin-Umfeld, die finanzielle Hilfen aus diversen amerikanischen Fonds erhalten. Zugleich mobilisierte die Protestbewegung auch viele Putin-Unterstützer, die Angst vor einer Destabilisierung des Landes durch die bereits erwähnten Unruhestifter bekommen haben.

Ehrliche Analysen dieser Prozesse und der Stimmungen in Russland wird man auch nach der Wahl in keinem deutschen Medium finden. Stattdessen versuchen unmittelbar nach der Wahl viele von ihnen, sich den Frust von der Seele zu schreiben, indem sie schon wieder irgendwelche relativierenden Thesen erfinden und Kassandra-Rufe ausstoßen: Putin hätte die "falsche Mehrheit", es hätten ihn nur Staatsbedienstete gewählt, das Land habe sich verändert und die vergrätzte Bildungsschicht würden ihn nun nicht mehr bei der nötigen Modernisierung unterstützen.

Doch jeder, der auf die Wahlen in Russland zurückblickt, muss für sich einfach mal festhalten: Mit der Darstellung der immer mehr gleichgeschalteten SPIEGEL, WELT, ARD, ZDF und Co. kann die Welt einfach nicht hinreichend erklärt werden.

Kommentare:

aleschua hat gesagt…

Sie habe zu 100% Recht.

A.R. hat gesagt…

Danke, Unbequemer!
Bin in den letzten 24 Stunden zum selben Ergebnis gekommen. Unsere Medienlandschaft ist eine Schande.

Glonass hat gesagt…

Sie enthüllen hier scharfsinnig das enorme Ausmass der Desinformation und Manipulation, der man im sog. ´Westen´ was die russ. Politik angeht, ausgesetzt ist.

Teilweise nimmt das, wie von mir letzte Woche bei einer ´Reportage´ des ZDF über die russ. Präsidentschaftswahlen (von Gellinek) von mir beobachtet wurde bereits surreale Züge an: Dort wurde in 45 Minuten, die ansonsten mit scharfer Putinkritik und weitgehend irrelevanten Randfiguren angefüllt war, der Name Sjuganow (KPR Chef, zweitstärkste Partei) oder Shirinowski (LDPR Chef, drittstärkste Partei) KEIN EINZIGES MAL erwähnt! Was ist von einem solchen DesinformationsDRECK eigentlich noch zu halten??

P.S.:
Bin zufällig auf ihren Blog geraten und kann sie nur ermutigen weiterzumachen! Diese dröge und verlogene Anti-Putin Hetze in den gleichgeschalteten Mainstreammedien ist ja kaum noch zu ertragen.

Pravda :-) hat gesagt…

Herzlichen Glückwunsch an Putin und Gratulation zur erfolgreichen Präsidentschaftswahl.
Ein Lob auch an die unermüdlichen Verteidiger der Kremlsadministrtion welche dem interessierten Leser immer mit großer Objektivität die westlichen Verschwörungen und die von Neid und Frust zerfressene westliche Politik und Medienlandschaften aufzeigen.
Danke Herr Unbequemer für ihren Blog. Sie zeigen in ihrem Blog auf wo der wahre Feind sitzt. Neben den westlichen Medien verweisen sie in Ihrem Blog Polen, Ukraine und Georgier auf ihre unteren Plätze. Die USA sind sowieso die Bösen, das wissen wir ja. Trotzdem Danke das sie unermüdlich immer wieder darauf hinweisen. In ihrer wohlgwählten Wortwahl wo sie von Hetze und Propaganda gegen Putin sprechen, versäumen sie es dennoch nicht auf die großen Taten des neuen Präsidenten Putin hinzuweisen und seinem unermüdlichen Einsatz für Russland und das russische Volk. Sie zeigen auf wie es wirklich ist, und wer die Marionetten sind. Jelzin ist ja nach ihrem Bericht auch eine Marionette. Hat der nicht Putin erst ins Amt kataputliert? Egal! Wichtig sind schliesslich die wirtschaftlichen Erfolge welche Putin zu verdanken sind, welche natürlich nicht dem Zufall zu verdanken sind daß die Preise an den Rohstoffmärkten für Öl und Gas zu seinem 1. Amtsantritt als Präsident exhorbitant gestiegen sind. Er liebt sein Volk, deswegen sind die Aussagen "Wir sind ein Siegervolk, wir haben es in den Genen" vollkommen legitim. Gott bewahre, würde sowas aus dem Munde Obamas, oder gar von einem deutschen Politiker kommen! Er, Putin, kann es sich auch leisten, Soldatenmütter welche ihren Sohn z.B. beim Untergang der Kursk, oder Tschetschenien, verloren haben und dessen Verantwortung er als Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte trägt, als von der Opposition als bezahlte Prostituierte zu bezichtigen.
Es ist bewundernswert wie Sie sich bedingungslos ohne einen Hauch von Kritik, oder auch mal kritisch die Politik des Kremls hinterfragen, hinter ihren Führer stellen.
Das sind die Menschen die Putin braucht. "Eingenordet", bedingungs-und selbstlos stehen sie hinter Putin, sowie gnadenlos gegenüber dem "Feind" USA, dem Westen überhaupt und wer es sonst noch wagt kritisch zu sein. Gratulation, solche Menschen machen Menschen wie Putin stark, und ich bin mir sicher Sie hätten auch eine glänzende Karriere bei der GeStaPo oder dem NKWD gemacht.

BTW: Ich bin weder neidisch noch frustriert, sondern gönne dem russischen Volk ihren neuen Präsidenten von ganzem Herzen. Schliesslich ist es Putins Wiederwahl zu verdanken, daß wir in Europa wieder vermehrt Topausgebildete russische Fachkräfte aus allen wissenschaftlichen Bereichen begrüssen dürfen. Ich frag diese jungen Leute auch schon gar nicht mehr warum sie unbedingt Russland velassen wollen. Den ihrem Blog zu urteilen erzählen sie eh nur Lügen!

Andereas hat gesagt…

Es hat etwas von Kirchenstreit. Der Westen versteht die Russländer nicht, die Russländer im Gegenzug verstehen den Westen nicht. Man exkommuniziert sich gegenseitig. Woran sich auch in Zukunft nichts ändern wird, bis man sich eines Tages in Bezug auf Meinung gegenseitig anerkennt, in einer Art Augsburger Frieden. Sonsten geraten beide Seiten - wie derzeit geschieht - zu religiösen Eiferern. Dergestalt dass Ihre Wortwahl Ihre Absicht zunichte macht. Die Vokabel "Gleichgeschaltet" - zum Beispiel - ist eindeutig faschistischer Herkunft. Sie gehört zu Klemperers LTI, zur Sprache des Dritten Reiches. Über allem steht - Ihrem Duktus folgend - ein imaginärer Joseph Goebbels, welcher der Westpresse die "Temniki" vorgibt. Wen wollen Sie DAMIT überzeugen?

Man kann alles natürlich auch so sehen:
http://asolf.wordpress.com/2012/03/05/habemus-putin/

Freundliche Grüße!

Pravda :-) hat gesagt…

Ich vertrete die Ansicht das er Westen Putin gut versteht, sowie umgekehrt. Für Europa und USA ist Putin der optimale Kandidat als Präsident. Stabilität und gute wirtschaftliche Beziehungen sind da nur von Vorteil für welche Putin ein Garant ist. Über seine antiwestlichen Aussagen kann man gelassen hinwegsehen, da sie nicht für den Westen und die USA bestimmt sind, sondern für sein Volk, und natürlich auch für die Lemminge im Kreise der Europa und USA Hasser *lol*. Das Schlimme ist ja nicht das Putin manchmal gegen USA, NATO und Europa wettert, sondern das er sein eigenes Volk damit belügt. Er lenkt von inneren Problemen ab und ist während seiner ganzen Amtszeit nicht in der Lage gewesen die Korruption ernsthaft zu bekämpfen. Er konnte es auch nicht, da er sich seine Wähler, vom kleinen Beamten bis hin zu den Gouverneuren, vergrault hätte, welch in einem immensen Ausmaß in die Korruption verstrickt sind und davon profitieren!

Stirlitz hat gesagt…

Lieber Unbequemer,
heute Morgen habe ich im (deutschen) Radio einen Korrespondenten sagen hören, dass auch dann, wenn die Vorwürfe der Opposition wahr seien – Putin habe durch Fälschung noch einmal zehn Prozentpunkte zugelegt – er immer noch eine reale Mehrheit habe. Gut, solche Stimmen hört man nicht oft, aber es gibt sie. Im Übrigen ist mediale Kritik an Putin genauso legitim wie an jedem anderen Politiker und muß nicht notwendigerweise auf Hass oder Neid beruhen. Nur faktenbasiert und intellektuell redlich sollte sie schon sein.

Aus meiner Sicht hat Putin es geschafft, die Proteste gegen ihn zu delegitimieren, indem er die Demonstranten durch die Bank als reiche, prowestliche Schickimickis dargestellt hat. Damit hat der die alte Abneigung der Provinz gegen die Zentralen mobilisiert. Das Unehrliche daran ist, dass er selbst zu der Elite gehört, gegen die er die zu kurz gekommenen angeblich verteidigen will.

der unbequeme hat gesagt…

@ Stirlitz,

das ist richtig, aber noch nicht die ganze Wahrheit. Was Putin außerdem erreicht hat, ist die Demonstranten als eine aus dem Ausland gesteuerte Destabilisierungstruppe darzustellen. Bilder, wie die Anführer der Proteste in die US-Botschaft gehen, waren da natürlich sehr wirkungsvoll. Aber das haben Nemzow und Co. sie sich selbst zuzuschreiben.

Wie ich in meinem Beitrag geschrieben habe, gab es bei den initialen Kundgebungen viele unpolitische Menschen, die sich im Folgenden von den "Berufsrevolutionären" losgesagt haben. Das Problem ist, dass die Menschen es zugelassen haben, dass Nemzow, Kassjanow, Nawalny und Co. sich über sie aufschwingen. Diese Truppe ist aber die perfekte Diskreditierung jeglicher Protestbewegung. Wenn die Opposition Erfolg haben will, muss sie sich anders organisieren und unter anderem selsbt mal die Fähigkeit zur personllen Rotation vorführen.

Solange die einfachen Menschen mit den durchaus legitimen Forderungen das hier dargestellte Problem nicht begreifen, werden sie immer wieder in die "Nemzow-Falle" laufen und in den Augen der Mehrheit jegliche Sympathie verlieren.

Stirlitz hat gesagt…

@ da haben Sie recht. Ehrliche Menschen müssten dafür sorgen, daß diese gekauften Salonrevolutionäre jeder ernst gemeinten Demo fernbleiben.

Ich fände es nähmlich gut, wenn Putin echten Druck zu spüren bekäme und gezwungen und legitimiert wäre, wirklich etwas gegen Korruption zu tun. Ich halte ihn zwar für zutiefst involviert in den Fliz, er wäre aber auch der Einzige, der das Format und die Instrumente hätte, etwas zu ändern, wenn er vor die Alternative gestellt wäre "weiter wie bisher und Machtverlust" oder "dreinschlagen und die Macht behalten".

Stirlitz hat gesagt…

Und wer nämlich mit "h" schreibt...

Ich sollte doch öfters die Vorschau/Autorkorrektur nutzen.

Orwell 2012 hat gesagt…

Sehr gut beobachtet und beschrieben, die NACHRICHTEN zur russischen Wahl.
In den verschiedensten Kommentaren der ZEIT, SPON usw. kommen die Foristen zu der Erkenntnis, dass vom Londoner Observer, über die ZEIT, bis zur NZZ, die Texte sich teilweise wortgleich, ähneln.

Haben die Journalisten des Observer, der ZEIT und der NZZ zufällig die gleichen Gedankengänge ?
Dass die Artikel der Journalisten, sich aufs Wort gleichen ?

Wenn es kein Zufall ist, WAS ist es dann ? Orwell 2012 ?

Diese frappierende Ähnlichkeit, fällt nach Libyen, Syrien und jetzt besonders zur russischen Präsidentenwahl, immer mehr Menschen auf. Auch die zielgerichtete ANTI-RUSSISCHE Propaganda, wird von immer mehr Foristen erkannt und in ihren Kommentaren, abgelehnt.

der unbequeme hat gesagt…

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Unterstützern bedanken!

Natürlich werde ich weitermachen und weiterhin die Lügengerüste der Massenmedien aufzeigen. Auch jetzt, bei den vermeintlichen Manipulationsanschuldigungen, bei denen sich verschiedene westliche Beobachter teilweise selbst widersprechen.

Auch kritische Kommentare sind willkommen. Hier ist schließlich kein Forum von Welt.de, wo nicht-konforme Kommentare einfach gelöscht werden. Ich bin für eine echte Meinungsvielfalt.

Pravda :-) hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Orwell

Es ist kein Zufall sondern hat historische und wirtschaftliche Gründe. Radio, TV und auch Printmedien bedienen sich bei der Auswahl ihrer Nachrichten bei Presseagenturen. Diese Nachrichten werden dann von den Medien übernommen und eventuell redaktionell weiterverarbeitet oder 1 zu 1 übernommen. Es ist ausser den Öffentlich-Rechtlichen heute kaum noch bezahlbar, in jedem Land Korrespondenten und Reporter zu unterhalten, deswegen wird vermehrt auf Agenturen zurückgegriffen.
Deswegen erscheint es Verschwörungstheoretikern oftmals wie eine Gleichschaltung. Da die Medien aber angehalten sind zu veröffentlichen von welcher Presseagentur die Meldung kommt. Bei Zeitungen sieht man es am Anfang des Artikels, z.B. AP oder dpa ist schnell ersichtlich woher die Meldung kommt. Also wer genau lesen kann ist klar im Vorteil
Die Agenturmeldungen sind oftmals kurz und objektiv gehalten, um auch Kunden verschiedener Medien welche durchaus tendenziell einseitig berichten mögen entgegenzukommen. Dennoch, trotz Objektivität sind auch Presseagenturen nicht vor Falschmeldungen gefeit. So passierte der dpa ein peinlicher Fehler als sie vom Tod Chruschtschows im April 1964 berichteten. Man ist also angehalten auch Meldungen der Agenturen zu überprüfen.
Dei Wahrheit ist also oftmals simpel und banal und hat nichts mit großer Propagandaaktion und Gleichschaltung zu tun.

Orwell 2012 hat gesagt…

Sehr geehrte Frau Pravda, (Wahrheit)

Sie meinen solche Kürzel, wie die nachfolgenden:
(heb/dpa/AFP/Reuters/dapd) SPON
(sda/afp/dapd) NZZ
(dpa/Reuters) FAZ
also der Zentralen Nachrichtendienste für die Öffentlichkeit des „Westens“ ?

Da gibt es noch solche wie:
(NINA KOREN) MOSKAU kleinezeitung.at
(Boris Reitschuster (Moskau)) FOCUS
(Manfred Quiring) WELT ?

Denke, dass habe ich verstanden. Es ging um diesen Artikel aber um einem von Herrn Reitschuster unterzeichneten Artikel, also NICHT VON den Erstgenannten !

Die Verschwörungstheoretiker, welche Sie erwähnen, sind auf der richtigen Spur, aber noch nicht am Ende des Tunnels, angekommen. (Gestellte Szenen Bahrain statt Tripolis, Aufnahmen aus dem Irak als Syrien ausgegeben ZDF usw...unendlich viele)

Sie haben recht, die Wahrheit, ist wirklich „banal“.

Ernst Krenkel hat gesagt…

So wehrt sich die "freie deutsche Presse": Jeder, der nicht auf dem Einheitskurs liegt, wird - je nach Lage - als NKWD- oder Stasi-Agent, Gasprom-Södner, Russenknecht oder, ganz schlimm, Neonazi oder Rassist beschimpft. Damit enthebt man sich jeder Diskussion über inhaltliche Fragen oder über die offenkundigen Falschinformationen, die von den "freien" Medien in unserem Land tagtäglich verbreitet werden. Einen Teil davon habe ich während der letzten Monate in meinem Blog dokumentiert. Einen anderen Weg gibt es leider nicht, denn kritische Leserbriefe etwa an Zeitungen werden entweder gar nicht gedruckt oder nur stark (und damit sinnentstellend) gekürzt.

Stirlitz hat gesagt…

@ Orwell, Pravda

Auch wenn Journalisten eigene Beiträge produzieren, stützen sie sich dabei auf Agenturmaterial, häufig die großen angelsächsischen Agenturen wie Reuters, Dow Jones etc, oder sie sehen CNN. Auch das sorgt für eine gewisse Einförmigkeit.
Die ausländischen Korrespondenten sind ja nicht dauernd im Kreml oder im Büro der zentralen Wahlkommission, sondern sitzen die meiste Zeit in ihrem Büro, lesen die Agenturmeldungen, googlen, telefonieren. So nah dran wie die Leser das glauben, sind sie jedenfalls nicht.
Bei Personen wir Reitschuster frage ich mich, wie er es überhaupt aushält, in einem Lande zu leben, das er dermaßen hasst und verachtet. Bei ihm geht es ja nicht nur um die Kritik an Putin, da ja legitim ist. Er verachtet ja auch die Menschen, ihre Mentalität, ihre Lebensweise etc. Ich frage mich, warum er dann nicht einfach irgendwo hingeht, wo es ihm gefällt.

scheka hat gesagt…

Ich lese hier seit Wochen etwas von Protesten gegen Putin und sehe es auch im Fernsehen aber meine Frage ist wo gibt es Videos oder gute Bilder davon?Also man sieht Bilder von Tausenden von Menschen aus guter höhe die Putin zujubeln aber wo sind Tausende von denen die gegen Putin sind?Nicht diese Nahaufnahmen von ein paar Hundert.Ich kann doch nicht ein Haufen von 300-500 Leuten zeigen und behaupten es sind tausende. Ein auto würd ich auch nicht kaufen ohne es vorher genau zu sehen.Also kaufe ich es mit den "großen Protesten" auch nicht ab.Ich bin nicht sonderlich gebildet aber wenn man mir in den ARD Nachrichten schon am Montag zwei paar Hände zeigt die irgentwelche Zettel irgentwo reinschieben dann glaub ich nicht an Wahlbetrug.Gott weiß wo die Aufnahme herkommt.
Als normal Bürger kommt man sich in Deutschland schon ein bischen verarscht vor.Sei es jetzt mit Russland,Syrien oder anderen Themen über die man sich selber kein Bild machen kann.Schade drum.

Anonym hat gesagt…

@Die Kritischen
Medien „Gleiche Meinung“ TAZ
http://www.taz.de/Prominenz-Journalisten-und-Syrien/Kommentare/!c88869/
Der Kommentator „von luetzgendorff“ wirft den KRIISCHEN Foristen vor, sie würden behaupten, die „Taz wäre gekauft“ (womit er natürlich unfreiwillig Recht hat) !
Der Kommentator „F. Belgich“, und Andere, haben das Spiel auch schon durchschaut: „Herzlichen Glückwunsch, Ihr Kriegs- und PR-Strategen aus Washington und Tel Aviv! And thank you for f...ing us really hard.“
Der Forist „Ahmad Ali“, äussert sich über die LINKSPARTEI: „Die Linkspartei steht auf der Seite des kämpfenden Volkes und fordert den Sturz des Regimes!“

SO Wird es aus Russland gesehen: SPON
http://forum.spiegel.de/f22/russlands-aussenpolitik-putin-ist-egal-wer-washington-regiert-55814-4.html
Kommentator „Yulianovo“ Nr. 35: „Die deutschen Massenmedien sind nicht putinkritisch, sie sind russlandfeindlich. Wovon kann man noch sprechen, wenn es Nicknamen "La Russophobie" gibt und Multinickaner Anton T, Lapochka, njura, Antinaschistin etc. usw. Der Sysop weiss davon, laesst das aber durch. Die Postinss aus Russland unterliegen der haertesten Zensur, die ich jemals Internet gesehen habe...“
Mal auch den Artikel lesen „Russlands Außenpolitik: "Putin ist egal, wer in Washington regiert"“
und den Kommentar von „yulianovo“.
Damit, ist alles gesagt !

Stirlitz hat gesagt…

Das mit den russophoben Multiaccountern im SPON Forum kann ich bestätigen. Das gibt es einen, der immer als einer der ersten postet, seine Kontrahenten per PN anpöbelt und offenbar rund um die Uhr vor dem PC sitzt. Er oder sie benutzt immer wieder die selben Textbausteine und Formulierungen. Daß die Moderatoren diese Leute gewähren lassen, scheint aber eher an deren Überforderung zu liegen.

Ernst Krenkel hat gesagt…

@ Stirlitz:

Stimmt. Daß Reitschuster nach all den Jahren immer noch in Moskau ist, wundert mich ebenfalls.


@ Scheka:

Na ja, es gab im Dezember durchaus zwei große Demonstrationen in Moskau, auch wenn die Zahl von über 100.000 Teilnehmern wohl stark übertrieben war. Doch für rußländische Verhältnisse sind selbst die (realistischeren) 60.000 Demonstranten sehr viel. Diese Zahlen relativieren sich natürlich, wenn man bedenkt, daß im Großraum Moskau etwa 18 Millionen Menschen leben.

Ferner darf nicht übersehen werden, daß diese Demos sehr bunt gemischt waren. Die Leute wollten faire Wahlen und nicht alle waren die unerbittlichen Putin-Gegner, als die sie in den deutschen Medien dargestellt wurden.

scheka hat gesagt…

@Ernst Krenkel

Also 60000 sind schon ein Haufen oder nicht?Und würd es nicht besser rüber kommen wen man mal die Leute von oben zeigt um es zu verdeutlichen?Und nicht einfach mal eine Zahl nennt?

Putin wurde im Jahr 2010 viel vorgeworfen das er nur die verbrannten Dörfer um Moskau wieder aufgebaut hat um zu zeigen wie gut er ist.Aber es gibt ein Dorf in in der Altay-Region was aus 2000 Seele bestand und zu 92% verbrannte und niemand hätte es je bemerkt das es weg ist.Aber trotz dessen hat er Geld darein gesteckt und zwar nicht wenig.Leute und jetzt überlegt euch mal was die Menschen sagen,wenn man sie frägt wen sie wählen?Und das ist nicht nur im Dorf wo man die gleichen Antworten bekommt sonder die ganze Region die es mitbekommen hat.